
Von der CPU zum ASIC: Die unglaubliche Entwicklung des Bitcoin-Minings
Im Jahr 2009 schürfte Satoshi Nakamoto den ersten Bitcoin-Block (den Genesis-Block) mithilfe einer einfachen Computer-CPU. Eine Zeit lang konnte jeder, der über einen Laptop verfügte, Hunderte von Bitcoins pro Tag schürfen.
Heute ist dies unmöglich. Werfen wir einen Blick auf die rasante, darwinistische Entwicklung der Mining-Hardware.
Ära 1: CPU-Mining (2009–2010)
Zu Beginn wurde das Mining vom Prozessor (Central Processing Unit) eines gewöhnlichen PCs übernommen. Es war demokratisch organisiert – ein Computer, eine Stimme.
- Hashrate: Weniger als 10 MH/s.
Ära 2: GPU-Mining (2010–2012)
Laszlo Hanyecz (der Mann, der die Pizza kaufte) fand heraus, dass Grafikkarten (GPUs) für die spezifischen mathematischen Berechnungen, die Bitcoin nutzt (SHA-256), weitaus besser geeignet waren.
Plötzlich begannen Gamer damit, eigene Mining-Rigs zu bauen.
Der Schwierigkeitsgrad schoss in die Höhe. CPU-Miner wurden verdrängt.
- Hashrate: Hunderte MH/s pro Karte.
Ära 3: FPGA (2011–2012)
Field Programmable Gate Arrays (frei programmierbare Gatterfelder). Dabei handelte es sich um spezialisierte Chips, die neu programmiert werden konnten. Sie waren effizienter als GPUs, aber schwer zu konfigurieren. Dies war eine kurzlebige Übergangsära.
Ära 4: Das ASIC-Zeitalter (2013 bis heute)
Application Specific Integrated Circuit (anwendungsspezifische integrierte Schaltung).
Ingenieure erkannten: „Warum einen Chip entwickeln, der sowohl Grafik als auch Mathematik beherrscht? Lasst uns einen Chip bauen, der AUSSCHLIESSLICH SHA-256-Berechnungen durchführt – und sonst nichts.“
Die ersten ASICs kamen auf den Markt und machten das GPU-Mining über Nacht obsolet. Heute sind Geräte wie der Antminer S21 tausende Male leistungsfähiger als die besten Supercomputer des Jahres 2010.
Wie geht es weiter?
Wir befinden uns nun im Zeitalter der Effizienz. Es geht nicht mehr nur um Geschwindigkeit, sondern um Joule pro Terahash. Wir stoßen an die physikalischen Grenzen von Siliziumchips.
Dies ist vorteilhaft für die Dezentralisierung: Da Hardware nicht mehr alle sechs Monate veraltet, können private Miner ein Gerät erwerben und dieses über Jahre hinweg betreiben.